Alpenlachs - die Idee
Obwohl Österreich durch seinen Wasserreichtum und die Qualität des Wassers alle Voraussetzungen zur Fischzucht hätte, eignen sich die kalten Quellbäche kaum zur Aufzucht heimischer Speisefische. Durch die niedrigen Wassertemperaturen in den Alpenregionen ist der Zuwachs der Fische so gering, dass eine ökonomisch sinnvolle Bewirtschaftung bisher nicht möglich war.
Für den begeisterten Fischer und Industriellen Peter Brauchl aus Niederösterreich war ein Gespräch im Jahr 1979 mit Dr. Walter Pauler, Pacific University Seattle, über Lachsfische mit ernährungsphysiologisch wertvollen Omega-3-Fettsäuren ausschlaggebend, sich mit diesem Thema näher zu beschäftigen.
Logischer Schluß aus diesem Gespräch und dem Wissen um die ökologischen Bedingungen in Österreich war: die Zucht von Lachsfischen in der Voralpen- und Alpenregion.
Wir, Wolfgang Rotomer MSc und DI Josef Vierbauch, ließen uns von der Begeisterung Brauchls anstecken und errichteten 2009 die Alpenlachs-Obervellach-Anlage im schönen Mölltal und wollen damit helfen den besten Speisefisch Europas anzubieten.
Elf naturnahe gebaute Becken aus Tannenholz und das frische, kalte Wasser aus dem Wunzenbach, direkt vom Obervellacher Hausberg Polinik, sorgen für optimale Bedingungen zur Aufzucht des Eismeersaiblings. Dessen Polarmeer-Stamm erlaubt eine Fütterung bis 2 Grad Wassertemperatur und sorgt damit für schöne Wachstumsraten auch während des Winters.
Um höchste ernährungsphysiologische und geschmackliche Qualität wie bei Wildlachsen zu erreichen, war umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeit erforderlich. Das Ergebnis ist ein österreichischer „Alpenlachs“, der keinen Vergleich zu scheuen braucht.
Der Erfolg des Alpenlachs beruht auf 3 Säulen und diese sind auch das Credo für unsere Arbeit mit diesem köstlichen Lebensmittel:
1. Speisefischqualität:
- Die Fremdstoff- und Wirkstoffbelastung des Alpenlachs-Fischfleisches wird durch laufende Kontrollen der Agentur für Ernährungssicherheit gewährleistet. Die festzustellenden Werte liegen in der Nähe der Nachweis- und Bestimmungsgrenzen.
- Das Alpenlachs-Fischfleisch enthält hohe Anteile an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (DHA).
- Alpenlachse sind nicht überaltert oder im Laichstadium. Das Muskelfleisch ist fest und muskulös.
- Die Körperproportionen und das Ausshene der Alpenlachs-Speisefische ist analog zu Wildfischen. Haltungsbedingte Haut- und Flossenschäden sind auszuschließen. - Alpenlachse werden ohne jeden artfremden Beigeschmack in klaren, kalten Quellbächen gezogen.
2. Futtermittel:
- Futtermittelzusätze meeresbiologischen Ursprungs sind auf das möglichste Mindestmaß durch ausschließlichen Einsatz von Alpenlachsfutter reduziert.
- Dem Alpenlachsfutter werden ausschließlich heimische, kalt gepresste Saatöle, möglichst aus biologischem Anbau, ohne Konservierungsmittel zugesetzt.
- Es wird ausschließlich kontrolliert frisches Futter eingesetzt.
3. Aufzucht:
- Die Aufzucht der Alpenlachse erfolgt in regionalen, landwirtschaftlichen Kleinanlagen:
- Die Haltung, Besatzdichte und der Lebensraum entsprechen dem artgerechten Lebensraum und Verhalten der Fische.
- Der Transport, die Entnahme und die Tötung der Fische erfolgt ohne unnötigen Stress.